das symbolische

das symbolische vom imaginären zu trennen ist lacans projekt in der frühzeit des seminars, er tut dies ausgehend von der strukturalen linguistik wie sie saussure zugeschrieben wird. nach lacan setzt sich dieser beginn der modernen sprachwissenschaft mit dem saussureschen algorithmus, der den signifikanten und das signifikat auseinanderhält. während man mit saussure noch von einer gegenseitigkeit von signifikant und signifikat ausgehen kann, und die schaubilder aus seinen kursen, die von seinen schülern als „grundkurs in allgemeiner sprachwissenschaft“ herausgegeben wurden, noch raum für die unterstellung eines begriffs (bild vom baum) der sich in den signifikanten nur ausdrücken würde, lassen, ist saussures theorie doch über die annahme eines metaphysischen, präexistenten signifikats hinausgegangen und lässt den signifikanten sich in reiner differenz (im gegensatz zu einer im gegenstand begründeten motivierten unterscheidung die sich in der sprache nur zielgerichtet ausdruck verschafft) konstituieren: „jeder signifikant ist nur das, was die anderen nicht sind“. lacan wird das primat der materiellen seite des zeichens (signifikant: das bezeichnende): des lautbildes (das sich in den phonemen konstituiert), über die begriffliche seite (signifikat: bedeutung) und das abzielen auf ein verstehen, betonen. das symbolische lacans hat verschiedene kontexte in denen es zu verstehen ist, einmal als ort der werte und konventionen, dann als DIE sprache die z.b. in einem land gesprochen wird (und die nur schein ist), ist aber in den definitionen die er in seinen späteren seminaren gibt: ort des blabla, regiert vom equivok (und nicht vom sinn, der der eintritt ins imaginäre ist). schon in seminar3 sagt lacan, dass „der signifikant als solcher keinen sinn hat“. das symptom ist in der frühen phase des seminars eine botschaft die an den anderen gerichtet ist. und das symbolische ist der ort wo ein (p)akt stattfinden kann der beide anwesenden subjekte (in einer beziehung auf ein ander) verändern kann.

 

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Published in: on March 22, 2010 at 7:17 am  Leave a Comment  

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